Leben retten mit kleinem Stich

Ein kleiner Stich reicht aus, um Leben zu retten. Dennoch lassen sich nicht genügend Menschen gegen Grippe impfen. Darauf weisen die Büchenbacher Hausärzte hin. An der Influenza und ihren Folgen sterben jährlich 12.000 bis 15.000 Deutsche. Schon ein halber Milliliter des Impfstoffes reicht aus, um sich vor einer der gefährlichsten Infektionskrankheiten zu schützen.

Trotzdem wird die Schutzimpfung, die den Körper für den Ernstfall rüstet, in Bayern relativ selten in Anspruch genommen. Insbesondere ältere Menschen und chronisch Kranke sind gefährdet und sollten sich deshalb jeden Herbst impfen lassen. Ebenso Berufsgruppen, die engen Kontakt mit anderen Menschen haben - also zum Beispiel Ärzten, Pflegern, Kindergärtnerinnen oder Lehrern - ist eine Impfung besonders zu empfehlen. Zudem verhindert die Influenzaimpfung nicht nur eine oft tödliche Grippeerkrankung, sondern schützt laut amerikanischen Studien auch vor Herz- und Hirninfarkten. So erkrankten bei den Grippe geimpften Patienten 19 Prozent weniger an Herz-Kreislauf-Störungen und bis zu 23 Prozent weniger an Schlaganfall. Die Erklärung der Wissenschaftler: Bei einer Grippe-Erkrankung werden viele Entzündungsstoffe freigesetzt und somit Herz-Kreislauf- und Gehirnerkrankungen be- günstigt Die Zeit von Januar bis April gilt als die "Grippe-Hauptsaison" in Bayern. Die Monate Oktober und November sind der ideale Zeitpunkt, sich den Impfstoff vom Hausarzt spritzen zu lassen.

Denn wenn der Herbst kühlere Regentage bringt, kämen meist auch die ersten Erkältungen und Infekte. Dann sei Impfen zwar meist nicht gefähr-licher als im gesunden Zustand, doch falls Beschwerden aufträten, könnten sie weder dem Impfstoff noch dem Infekt eindeutig zugeordnet werden. Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten dieser von der STIKO empfohlenen und sehr sinnvollen Impfung. Bitte überprüfen Sie Ihren Impfausweis bzw. lassen Sie ihn bei Ihrem Hausarzt überprüfen!

Eine möglichst erkältungsarme Jahreszeit und viel gute Laune wünschen Ihnen Ihre Hausärzte Dr. Hans-Jörg Wiedemann, Dr. Wolfgang Hafner und Gerhard Frisch mit Familien und dem gesamten Praxisteam.